Corona: Wer stirbt zuerst? Triage und Risikogruppen

Donnerstag, 16. April 2020, 17:00 UhrBis 16.04.2020 20:30 Uhr Veranstaltet von: Corinna Rüffer MdB, Sprecherin für Behindertenpolitik und Bürgerangelegenheiten der Grünen-Bundestagsfraktion

Auch in Deutschland infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir wie Italien oder Frankreich in eine Situation geraten, in der die medizinischen Ressourcen nicht ausreichen, um alle zu behandeln. Dann stehen Ärzt*innen und Pflegepersonal schreckliche Entscheidungen bevor – mit tödlichen Folgen für diejenigen, die durchs Raster fallen. Zu Recht fürchten gerade behinderte Menschen, dann keine Chance auf Behandlung zu haben. Denn die Kriterien, die von einer Reihe medizinischer Fachgesellschaften für solche Entscheidungssituationen veröffentlicht wurden, diskriminieren behinderte Menschen. Der Deutsche Ethikrat hat in einer kürzlich veröffentlichten Empfehlung zur Corona Epidemie ebenfalls erkannt, dass die Fachgesellschaften den verfassungsrechtlich garantierten Rahmen verlassen. Statt den Gesetzgeber aufzufordern, hier klare Kriterien aufzustellen und den Schutz vor Diskriminierung zu garantieren, verweist der Ethikrat darauf, Ärzt*innen könnten mit der Milde des Strafrechts rechnen.

Wie können wir sicherstellen, dass die Würde jedes Einzelnen auch in Krisenzeiten geschützt ist? Wie lässt sich verhindern, dass Leben unterschiedlich gewertet wird?

Es diskutieren:
* Corinna Rüffer, grüne Bundestagsabgeordnete, Sprecherin für Behindertenpolitik und Bürgerangelegenheiten der Grünen-Bundestagsfraktion. * Nancy Poser, Richterin im Amtsgericht Trier, Mitglied im Forum behinderter Juristinnen und Juristen * Prof. Dr. Till Zimmermann, Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Trier

Hier könnt ihr euch für die Veranstaltung anmelden:
https://attendee.gotowebinar.com/register/4192978103043464205

Nach der Anmeldung bekommt ihr alle wichtigen Informationen per E-Mail zugeschickt. Die Referent*innen und Dolmetscher*innen werden über Video übertragen. Es wird außerdem eine Schriftdolmetschung geben. Zuschauer*innen können mündlich oder per Chat ihre Beiträge und Fragen einbringen.

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