Parkraummanagement

Parkplätze sind in Fellbach Mangelware. Nicht nur gefühlt, sondern auch tatsächlich. Zumindest zu bestimmten Tageszeiten. Nehmen wir einmal das Komponistenviertel. Etwa die Hälfte der Autos, die tagsüber hier parken, gehört Nicht-Fellbachern, die ihr Fahrzeug abstellen und dann mit Öffentlichen weiterfahren.

Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung soll Abhilfe schaffen. Gestern hat sich der Gemeinderat damit befasst. Gestartet werden soll, so ist es geplant, mit dem Pilotprojekt Anwohnerparken Komponistenviertel – ein Antrag, den wir Grüne schon 2017 in den Gemeinderat eingebracht haben. Parkraummanagement wirkt, das zeigen die Erfahrungen zahlreicher Städte, die dies schon länger praktizieren. Bevor freie Flächen, die gerade auch in Fellbach knapp sind, für neue Parkplätze und Garagen versiegelt werden, muss der Bestand optimal genutzt werden. Ein weiteres Argument ist die bessere Auslastung der Tiefgaragen durch kostenpflichtige oberirdische Parkplätze, wie eine von der Stadt beauftragte Untersuchung feststellt. Diese Maßnahmen und der weitere Ausbau des Fuß- und Radverkehrs sowie des ÖPNV und von Sharing-Konzepten tragen dazu bei, dass der Verkehr auch in Fellbach umweltfreundlicher und zukunftsfähiger wird.

Agata Ilmurzynska

Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Fellbach ist ein erster Schritt auf diesem Weg und ein Schritt, den wir Grüne schon seit Jahren fordern. Ergänzt werden muss diese städtische Maßnahme durch ein betriebliches Mobilitätsmanagement sowie durch die Einsicht der Bürgerinnen und Bürger, dass nicht jede und jeder einen oder mehrere Parkplätze direkt vor der Haustür haben kann.

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