Neue Mitte Schmiden

Die Neue Mitte in Schmiden ist für den Verkehr wieder freigegeben. Leider fehlen Markierungen und eine klare Führung für den Radverkehr. Das führt zu gefährlichen Situationen und entmutigt, mit dem Rad zum Einkaufen in die Neue Mitte zu fahren.

Die Situation ist für Radfahrende sehr enttäuschend. Das Fahren im Mischverkehr, wie von der Verwaltung vorgesehen, ist alles andere als sicher. Obwohl der Platz zum Überholen mit vorgeschriebenem Abstand von 1,5 m nicht vorhanden ist, drängeln und überholen viele Autofahrer gefährlich nahe (Bild: ca. 80 cm Abstand).
Unsere Fraktion hat deswegen letzte Woche den Antrag gestellt, auf diesem Abschnitt (zwischen Achalm- und Haldenstraße) Tempo 20 einzuführen, wie es sich im Bereich des Rathaus Carrée bewährt hat, sowie die Möglichkeit einer anderen Gestaltung der Kreuzung zu überprüfen. Im Folgenden der Wortlaut des Antrags:

Der Verkehrsraum im Plangebiet „Neue Mitte Schmiden“ ist nach den Bauarbeiten seit ein paar Tagen wieder nutzbar. Leider mussten wir feststellen, dass die Verkehrsführung aufgrund zum Teil fehlender Markierungen und Verkehrszeichen, insbesondere für den Radverkehr, sehr unübersichtlich ist. Radwege enden teils im Fußgängerbereich, Überleitungen durch Pfeile auf die Fahrbahn fehlen. Inzwischen wurden dem Gemeinderat auf unsere Nachfrage hin die weitere Planung und der zeitliche Ablauf der Maßnahmen per E-Mail nachgereicht, vielen Dank.

Das Projekt „Neue Mitte Schmiden“ sollte diesen Bereich für die derzeitigen und zukünftigen Erfordernisse ertüchtigen, den Bereich attraktiver machen, den Einzelhandel stärken und den Verkehr besser führen als vorher. Eine Planung, die den Radverkehr, wie hier geschehen, wieder einmal dem motorisierten Verkehr völlig unterordnet, ist für uns in diesem Zusammenhang absolut nicht nachvollziehbar. Nach dieser Planung müssen Radfahrende sich ihren Weg im motorisierten Verkehr selbst suchen. Dabei besteht die Gefahr, dass weniger versierte Radfahrende bei stärkerem Verkehr auf den Bürgersteig ausweichen, sodass es dort zu gefährlichen Situationen mit Fußgänger*innen kommen kann. Dieses Ausweichen kann man schon heute beobachten. Es droht eine ähnlich unbefriedigende Situation im Zusammenspiel von Radverkehr und Kraftverkehr wie wir sie derzeit durch die dort noch nicht erfolgte Umgestaltung in der nördlichen Bahnhofstraße vorfinden. Wir halten diese Situation für so nicht haltbar.

Wie aus der Antwort der Verwaltung hervorgeht, wird das Verkehrszeichen VZ 138 „Achtung Radfahrer“ aufgestellt, was wir begrüßen. Die fehlenden Markierungen werden im Verlaufe des Mai auf die Fahrbahn aufgebracht. Eine zeitnahe Ausführung ist wichtig, da die derzeitige Situation gefährlich ist, gerade im Hinblick auf die vielen hier radelnden Schulkinder. Dieser Abschnitt ist eine wichtige Strecke für die Schüler*innen. Er muss sicher und einfach zu überschauen sein, damit die Schulkinder die neue Verkehrsführung annehmen. Denn anders als in der Beschlussvorlage 031/2019 angegeben, fällt der vorgezogene Aufstellbereich für Radfahrende im Knotenpunkt Fellbacher-/Gotthilf-Bayh-/ Jakobstr. in Richtung Fellbach aufgrund des fehlenden Platzes leider ersatzlos weg.

Wir beantragen eine Reduktion der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h und die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs in der Fellbacher Straße, von der Kreuzung Achalmstraße (Schuh Bürkle) bis zur Kreuzung Haldenstraße, ähnlich wie die gelungene Verkehrsführung und die Raumgestaltung im Bereich des Rathaus Carrées. Diese Option findet sich auch in der Vorlage 031/2019 und wurde von unserer Fraktion bereits in den damaligen Beratungen gefordert. Die Strecke beträgt gerade einmal 200 Meter, dadurch wird die Durchfahrtszeit gerade hier im belebten Kernbereich nicht nennenswert erhöht, wenn überhaupt. Dafür wird die Aufenthaltsqualität für den Rad- und Fußverkehr sowie die Verkehrssicherheit in diesem Bereich massiv erhöht.

Es ist ersichtlich, dass die Straßenbreite die Einrichtung der Fahrradmarkierungen an der Kreuzung Fellbacher-/Gotthilf-Bayh-/Jakobstr. in Richtung Fellbach rechtlich nicht zulässt. Daher beantragen wir zu prüfen, ob die derzeit vorhandenen drei Fahrspuren im oben genannten Kreuzungsbereich Richtung Fellbach zugunsten eines sichereren Rad- und Fußverkehrs auf zwei Fahrspuren reduziert werden können.

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